Ein Drittel unseres Daseins verbringen wir im Schlaf. Ohne unsere nächtliche Erholungspause ist ein gesundes Leben nicht möglich.

 

Dieses hat mittlerweile auch die medizinische Forschung erkannt. In den letzten Jahren wurden erstaunliche Erkenntnisse über die Grundlagen des Schlafes und seinen Einfluss auf die Gesundheit gewonnen.

 

Fakt ist ca. 10% der Bevölkerung leiden Extrem unter Schlafproblemen.

Sich aber mit diesen Problemen in Behandlung zu begeben, wird eher vernachlässigt.

 

Die Auswirkungen eines so genannten: „ Nicht erholsamen Schlafes“, können sein: Übermüdung, Konzentration und Gedächtnisstörungen, Verminderung des Leistungsvermögens  und erhöhter Blutdruck. Es drohen ernsthafte Folgekrankheiten, unter anderem Depressionen, Erkrankungen des Herz Kreislauf Systems und somit ein erhöhtes Herz und Schlaganfallrisiko. 

  

Dabei ist gesunder Schlaf so wichtig! Einer erfolgreichen Diagnose mit folgender Therapie verschafft den Patienten eine erheblichen Verbesserung der Lebensqualität und beugt Herzerkrankungen vor.

 

Inzwischen sind über 85 Formen von Schlafstörungen bekannt. Ihnen können sehr unterschiedliche Ursachen zu Grunde liegen. Es bedarf einer individuellen Diagnose, Beratung und Therapie durch einen sachkundigen Schlafmediziner.

 

Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Restless Legs und Schlafapnoe sind die häufigsten Gründe für einen gestörten Schlaf.

 

Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie):

Mit rund 20 Prozent die häufigste der Schlafstörungen. Die Betroffenen schlafen zu wenig und fühlen sich nach dem Schlafen nicht erholt. Zudem meinen sie, nur oberflächlich zu schlafen. Mögliche Ursachen: Belastung durch Lärm oder Schmerzen, Missbrauch von Kaffee, Alkohol, Drogen oder psychische Probleme.

 

Schlaf-Apnoe-Syndrom:

Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine der häufigsten und folgenschwersten Schlafstörungen. Vermutlich leiden hierzulande 5 – 10% der Bevölkerung an dieser Erkrankung, die meisten ohne es zu wissen. Die Schlafapnoe ist damit so weit verbreitet wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). 

Unbehandelt kann diese nächtliche Atemstörung schwerwiegende Folgen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Lautes und unregelmäßiges Schnarchen ist oftmals ein Hinweis auf das Vorliegen einer Schlafapnoe. Übergewicht und Alkoholgenuss sind zwei der wichtigsten Risikofaktoren. Für die meisten Patienten bleibt der ständige Kampf um Luft zwar unbemerkt, doch seine Folgen treten umso spürbarer zu Tage. Die Lebenserwartung unbehandelter Schlafapnoiker ist durch die Folgekrankheiten erheblich verkürzt.

 

Restless-legs-Syndrom („Unruhige Beine“):

Ein meist vor dem Einschlafen auftretendes, unerträgliches Kribbeln, Jucken, Reißen, Brennen bis hin zu quälenden Schmerzen in den Beinen. Dazu kommt der Zwang, herumzulaufen oder die Beine zu bewegen. Folgen: Tagesmüdigkeit, Gereiztheit, Leistungsabfall. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt.

 

Übermäßiges Schlafen (Hypersomnie):

Betroffene haben ein großes Schlafbedürfnis, fühlen sich dennoch tagsüber nicht erholt und werden von unwillkürlichen Einschlafattacken überfallen. Die Ursachen sind meist körperlich und müssen vom Arzt genau abgeklärt werden. Schuld kann auch nächtliches Schnarchen oder das Schlaf-Apnoe-Syndrom sein.